Im Niedergang der Sonne
In glühendes Abendrot getaucht
Zeigen sich mir schwarzer Dächer Giebel
Der Sonneball noch nicht ganz fort
Lässt sich der Mond schon blicken
Der Horizont nun wolkenlos und traumesgleich
Meiner Sehnsucht Grund und Heilung ist
Zartkühle Abendluft mich nun durchströmt
So wart’ ich auf die Dunkelheit
Die Sonne mir geliebter Wärmespender ist
Dennoch wünsch ich ihren Niedergang
In Dunkelheit von Mondeslicht umspielt
Sieht die Welt so anders aus
Endlich dunkel – ich atme aus
So langsam als ob das letzte Mal es wär’
Ausgeharrt eine kurzen Moment der Stille
Ungeweinter Tränen trächtig
Wende ich den Blick nun ab
Zufrieden dem Tag entschlafend
Will ich ruhend weiter hin
Der Wirklichkeit entgehen.